ResonanzTreppen

Installation Schematisch
Installation von Till Bovermann, Oliver Lieske, Thomas Hermann, und Teilnehmern des Seminars Just-in-Time Programming 2005. Zur Aufführung gebracht bei der Nacht der Klänge 2005, Universität Bielefeld.
Instrumente: Laptops, Mikrofone, Lautsprechersysteme, Beamer

Im Treppenhaus vorhandene Klänge und Resonanzen wurden dem Publikum durch auditive und visuelle Verfahren auf ungewohnte Art zugänglich gemacht. Durch die sich ergebenden neuen Perspektiven auf das Universitätsgebäude im Speziellen und damit auch Architektur und Raum im Allgemeinen wird eine neue Sicht auf den oftmals als unpersönlich empfundenen Raum angeregt. Aufbau der Anlage

Die gezeigte Gesamtinstallation bestand aus mehreren, sich ergänzenden und überlappenden Teilen.

Resonanzen

Das Treppenhaus als Ganzes wurde als Klangkörper aufgefasst. Dieses Instrument wurde gespielt, indem mehrere, an verschiedenen Stellen aufgestellte Lautsprecher Klänge produzierten. Diese regten Eigenfrequenzen des großen, durch die in ihm verlaufenden Treppen sehr komplexen Raum zum Klingen an. Das Publikum befand sich somit inmitten eines riesigen Instrumentes und erlebte die Entstehung der (teilweise sehr tiefen) Resonanzen hautnah mit. Durch kontinuierliche Veränderung der Basisklänge wurde ein langsames An- und Abschwellen des Instrumentenklanges hervorgerufen. Kontaktmikrophon am Treppengelaender

Geländer

Der Besucher konnte durch Anschlagen der Treppengeländer mit der Hand oder anderen Gegenstšnden Klänge erzeugen. Die entstehenden subtilen Obertöne wurden mit Hilfe von Kontaktmikrophonen aufgenommen und mit und Filtern dem Raum wieder einverleibt. Einev Echtzeit-Videoinstallation machte die Anschläge auch visuell erfahrbar.
Impulsantworten aufnehmen

Sonifikation

In Ergänzung wurden Projektinstallationen aus dem Bereich der Sonifikation eingeflochten, die anderweitige, mit dem Treppenhaus als Raum zusammenhängende Daten akustisch kommunizieren.

Die in ResonanzTreppen entstandenen Klänge sind Teile eines charakteristischen Klangabbildes des Bielefelder Universitätsgebäudes und vermitteln so die Einzigartigkeit dieses Ortes. Die verwendete Technik dient nur zur Hervorhebung schon vorhandener Klang-Eigenschaften der Räume.

Weitere Photos sind >hier oder >hier (Felix) zu erreichen.